Vollmond im Krebs am 18.01.2022, 00:48 Uhr (MEZ)

von Silke Paul

Vollmond im Krebs am 18.01.2022

Das Motto dieses Vollmondes könnte heißen:  „Mensch, erkenne Dich selbst!“

Es geht bei diesem Vollmond um die Bewußtwerdung unserer eigenen Entwicklung. Der Mond wird exoterisch dem Zeichen Krebs zugeordnet. Er steht sowohl für die Seele, als auch für die Kindheit, das Umsorgtwerden, Mütterlichkeit, Heimatgefühl und körperlich/seelische Bedürfnisse, sowie familiäre (gesellschaftliche) „Texturen“.

In Verbindung mit dem Zeichen Steinbock bedeutet diese Achse den Reifeprozess des Menschen in seinen unterschiedlichen Entwicklungsphasen Kindheit, Jugend, Erwachensein und das Alter; hin zu einer Struktur.

Planetensymbolisch gesprochen entwickeln wir uns von der „kindhaften“ Mondseele zum gereiften und klaren, eigenverantwortlichen „Saturnerwachsenen“ (Saturn als exoterischer Herrscher des Zeichen Steinbock). Sind wir dort angelangt, erweitert Saturn seinen Einflußbereich und wir übernehmen einen weiteren Verantwortungsbereich und/oder befreien uns auch von karmischen Aufgaben, die zu Ende gegangen sind.

Wechseln wir jetzt aus der größer und eher generell beschriebenen Entwicklungsphase dieser Zeichenachse in die jetzige Mondphase, betrifft dieser Vollmond den Abschluss eines Prozesses. Innerhalb der letzten zwei Wochen des zunehmenden Mondes, welcher mit dem Neumond am 02.01.22 auf 12° Steinbock startete, konjungierte der Mond in seinem Durchlauf die Planeten: Venus, Pluto, Merkur, Saturn, Jupiter, Neptun, Chiron, Uranus(rückläufig), nördl. Mondknoten, sowie Lilith.

Bis auf Mars (Konj. Galaktisches Zentrum) und den südl. Mondknoten berührte der Mond innerhalb von 16 Tagen alle astrologisch-relevanten Planeten bzw. sensitiven Punkte. Jeder Planet trägt eine andere Energie in sich, welche in unterschiedlicher Weise auf unser individuelles Leben und das Kollektiv einwirkt.

Der Mond wirkt in seiner zunehmenden Phase wie ein magnetischer Informationssammler- und träger, welcher durch die bei Vollmond in Opposition stehende Sonne bestrahlt wird und die von ihm gesammelten Informationen an uns Erdenbürger reflektiert. Somit haben wir zum Vollmond die Möglichkeit der Bewußtwerdung.

Da der Mond im Zeichen Krebs (3. Dekade) steht, könnte er uns an unerfüllte Wünsche, Träume und Sehnsüchte aus der Vergangenheit erinnern. Höchstwahrscheinlich nimmt bei dieser Mondkonstellation der Traumreichtum, aber auch die Intensität von Träumen zu.

Möglich, dass wir erneut mit Gefühlen des Enttäuschtseins konfrontiert werden, weil wir uns erinnern, dass wir doch diesen oder jenen Traum für unsere Lebensgestaltung hatten; es aber aus welchen Gründen auch immer, nicht funktioniert hat.

Die Gefühle des Bedauerns, weil man bspw. ein Hobby aufgegeben hat, obwohl es einem so Freude bereitet hat und man mittlerweile daraus eine zweite Einnahmequelle oder gar seinen „Traumberuf“ hätte machen können.

Aber auch das Erinnern alter Verbindungen und gemeinsam Erlebtes; sei es mit ehemaligen Lebenspartnern oder Arbeitskollegen. Also, das Schwelgen in alten Zeiten...

Es kann durchaus sein, dass dieser Vollmond etwas wehmütig stimmt. Allerdings spüren und wissen wir auch, dass bestimmte Erfahrungen nun liebevoll in die Vergangenheit entlassen werden dürfen, auch wenn dies schmerzhaft ist.

Der Vollmond hat ein Trigon zu Chiron (der verletzte Heiler) im Widder und dies spiegelt m.A. nach das Thema der „ungenutzten Chancen“ wieder. Etwas geht nicht weiter; es ist nicht wiederholbar. Man kann es nur verabschieden.

Genau das beschreibt das Beenden eines Zyklus. Es fühlt sich ein wenig wie ein Sterbeprozess an, welcher an den Wunsch auf das weitere Erleben der bestimmten Situation aus der Vergangenheit (!) gebunden ist.

Was hier hilft ist dann schlichtweg ein Loslassen und Akzeptieren, um wieder in die Gegenwart zu kommen. Um nun tatsächlich loslassen zu können, ist es hilfreich eine realistische Betrachtungsweise einzunehmen.

„Gab´es je eine realistische Chance dies oder das zu verwirklichen mit meinem damaligen Bewußtsein“?

Oftmals wird die Antwort sein: „Nein, es war damals nie wirklich realistisch oder möglich - auch wenn ich es mir noch so sehr gewünscht hätte..“

Also, wir finden gute Gründe für das, was sich nicht erfüllt/vollendet hat, welche uns dann schmerzhafte Illusionen nehmen können. Darin liegt die Akzeptanz, die uns das Ende einer solchen Phase geben kann. Der saturnische Realismus tritt dann zu Tage, welcher  u.a. die erreichte Stufe eines Bewusstseinsprozesses und so gesehen ein „Geschenk“ darstellt.

Je besser wir unsere eigenen Kapitel des Lebens friedvoll abschließen; desto mehr Energie und Inspiration werden wir für Zukünftiges haben.

Dieser ganze Prozess des mondhaften Erinnerns mit der Phase des Bedauerns und Betrauerns der guten alten Zeiten, sowie dem Heilungsprozess der Akzeptanz und des Loslassens, korrespondiert im Kollektiv durch die Konstellation Pluto im Steinbock.

Hier empfinden wir die Energien eher aufgrund von außen aufgezwungenen Umständen und Maßnahmen, welche uns schließlich gesellschaftliche Veränderungen bringen und wir spüren, dass wir in ein größeres „Schicksal“ als das Persönliche eingebunden sind.

Entkoppelt man nun die Frage nach dem oder den Schuldigen und geht hin zu einem Akzeptieren des zeitlichen Fortschrittes und der Erkenntnis, dass das Leben immer Veränderung bringt, werden viele Kräfte frei, die sich zuvor im Widerstand gegen  das Neue aufgerieben haben.

Bei all´dieser „schweren Kost“ ist es sehr hilfreich sich nochmals mit dem nördlichen Mondknoten in den Zwillingen auf aktuell 0° zu beschäftigen. Die Zwillinge als bewegliches Luftzeichen bringen neben der ihm zugesprochenen und derzeit dringend notwendigen Leichtigkeit u.a. Unterscheidungsvermögen, Erkennen der Verschiedenheit (im positiven Sinn) und der Vielfalt des Lebens. Die Mondknoten befinden sich momentan auf der Wissen- und Weisheitsachse der Zeichen Zwillinge (Wissen) und dem südl. Mondknoten im Zeichen Schütze (Weisheit).

Im Schützen peilen wir unsere zukünftigen Ziele an. Die Schützeenergie verhilft uns zu mehr Optimismus in einer Angelegenheit und läßt uns auch verstärkt in die guten höheren Kräfte vertrauen, sowie an uns selbst als Einzelner und als Menschheit.  

Mars steht ebenfalls im Schützen. Er energetisiert und motiviert uns bei den derzeitigen Umbruchsenergien idealistisch-visionär (aber nicht illusionär) zu bleiben, so dass wir erneut, ähnlich wie in unserer Kindheit, guten Ideen, welche aber nun aufgrund unserer Lebenserfahrung besser durchdacht und gereift sind, Formen zu verleihen. Er hilft uns endlich zu erkennen, dass wir die Welt in der wir leben, miterschaffen dürfen!  

 

 

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