Die Sonne geht in das Zeichen Stier am 19.04.2024

von Silke Paul

Wir identifizieren uns beispielsweise mit unserem Namen, mit unserem, unserem Beruf einer familiären Rolle. Wir stellen dann im Satz das „Ich bin ….das und das“ davor und fühlen uns dadurch gestärkt in diesem So-Sein. Es verleiht uns automatisch Substanz und Berechtigung. Die Sonne spiegelt somit unsere Persönlichkeit wieder, welche über die Jahre hinweg durch individuelle Erfahrungen ihre Prägung erfahren hat und zu unserem Werdegang in der Welt gehört.

Durch Lebensveränderungen (meist ausgelöst durch saturnale oder transsaturnale Transite) müssen wir jedoch das Bewusstsein unseres kreierten, gebastelten, scheinbaren Selbst transformieren und wandeln. Schaffen wir es nicht, rechtzeitig in eine neue evtl. transparentere Daseinsform zu kommen oder alte Selbstbilder aufzulösen, werden wir von außen gewandelt. Sei es durch Kündigung der Arbeitsstelle, intensive Prozesse in familiären oder partnerschaftlichen Verbindungen, etc.

Venus ist der klassisch exoterische Herrscher des Zeichens Stier. In Verbindung mit der Sonne, die nun diese anziehende Venus-Qualität sichtbar macht, geht es eben um die Qualität (Sonnen-Aspekt des Bewusstseins)der Form (Stier: Erdelement)
Die Energie des Stieres hat viel mit unseren Sinnen zu tun. Insbesondere unseren körperlichen Sinnen. Hier vermischt sich das mondhafte Bedürfnis mit dem höheren Aspekt der Vorlieben und Zuneigungen der Venus.

Der Mond steht im Stier erhöht. Dies ist die Verbindung zwischen der Venus als Herrscherin dieses Zeichens (herrührend aus dem dahinter wirkenden Sternbild der Plejaden) und dem Mond. Es sind beides rein rezeptiv, weibliche Zeichen. Das körperliche Dasein mit dem Wunsch zur körperlichen Bedürfnisbefriedigung (Essen, körperliche Sinnlichkeit, angenehme klimatische Verhältnisse, gutes Wohnen, Gemütlichkeit, Sicherheiten und Werte) und der damit einhergehenden beständigen Arbeit für diese Werte sind im Stier angelegt. Auch unsere Beziehungen und vor allem der Wunsch nach Harmonie, welche zwischen den Geschlechtern (Mars der im vorherigen Zeichen Widder herrscht und Venus) erfüllt werden soll. Der plejadische Anspruch von Frieden, Harmonie und Schönheit kann im Stier erblühen und die zwei weißen Turteltauben das Band des Frühlingsblumenbandes zur Ehrerbietung dieser Ideale in den Himmel tragen. Wenn wir uns klar werden, woher diese Energien, die uns zufließen kommen, können wir uns nach langer Reise der Unbewusstheit neu verbinden und uns in Dankbarkeit an dem Reichtum der Natur erfreuen und unser körperliches Dasein als einen Teil dieser vergänglichen und dennoch wiederkehrenden Natur verstehen. Das körperliche Leben ist zeitlich begrenzt aber es stellt unsere Lebensgrundlage dar. Auch wenn wir dies alles am Ende zurück lassen müssen. Es ist paradox.

Das Loslassen fällt im Stier eben nicht leicht. Meiner Ansicht nach liegt in diesem Zeichen auch der Grund für so mancherlei Ängste und Süchte. Frühe oder frühere Mangel- und Verlusterfahrungen, wirken für unsere Existenz bedrohlich. Sie können uns im Selbstwert schwächen und es können verstärkt Kompensationen entstehen, um die ursprüngliche Bedürfnisbefriedigung zu ersetzen. Tritt diese nicht ein, kommt irgendwann die Gier.Kollektiv hat uns die Angst vor Mangel zu einem starken Materialismus und unserem heutigen wirtschaftlichen System geführt, welches auch vor Ausbeutung nicht zurück schreckt.

In der esoterischen Astrologie wird dem Stier der Ton oder auch das Wort zugeordnet. Alle sprechen von der sogenannten 5. Dimension. Was bedeutet das denn? Gibt es sie wirklich?
Nehmen wir die numerologische Parallele zu unserem Chakrensystem auf, so befindet sich das 5. Chakra im Bereich unserer Kehle; tatsächlich der dem Stier zugeordnete Körperbereich. Die Stimmbänder sind dem Zwilling zugeordnet, aber der Klang, der Ton, das Wort dem Stier. 

Man sagt, dass es zu Zeiten Lemuriens und Atlantis zu den Fähigkeiten der Menschen gehörte, mit dem Wort zu erschaffen.
Auch heute besitzen wir diese Fähigkeit; aber sie ist uns nahezu unbewusst. Es ist von Bedeutung, wie und was wir sprechen. Im Hinduismus bspw. wird je nach spirituellem Weg (Hatha-, Kundalini-, Inana-, Raja-, Karma-, Bhaktiyoga, u.w.) sehr viel Wert auf die energetische Reinigung des Sprachorgans in Verbindung mit Meditation gelegt. Dies geschieht durch das regelmäßige Singen von Mantren oder des Schweigens über einen längeren Zeitraum. All das dient der Selbstreflektion und schließlich dem Einsetzen der Sprache, um göttliche Wahrheit auszudrücken.

Auch wenn man kein Yogi ist oder einer werden will, es ist interessant zu beobachten, aus welchem Bereich des Körpers der Sprechimpuls abhängig von Situation, Wohlbefinden, Gesprächspartner und Thema kommt. Ziel ist eine Verfeinerung und Spiritualisierung des Schöpfungswerkzeugs STIMME UND KLANG. Eine Empfindung für Echtheit, Wahrheit und Weisheit zu entwickeln. Wo in meinem Körper resoniert z.B. die Stimme meines Gesprächspartners? Welche Musikart schwingt in welchem Chakrenbereich? Spreche ich Wahrheit aus? Was bewirke ich mit meinen Worten? Das sind intensive Wahrnehmungsübungen, welchen wir uns bewusst zuwenden dürfen.

Die höchste Entsprechung dieses Zeichens ist das Licht. Es ist das Licht des 3. Auges und der Hellsicht, welche zum Aufbau der Anthakarana (Regenbogenbrücke) zwischen dem Kronen- und dem Herzzentrum führt. Diese „Lichtbrücke“ verbindet uns quasi „rück“ mit der geistigen Welt, unserem Ursprung, wo Zeit keine Rolle spielt und wo aus Wissen Weisheit werden kann.

Es ist interessant, das wenn wir beim Stierprinzip an körperliche Fähigkeiten, Talente und Anlagen denken, oftmals unser feines Energiesystem vergessen.

Die feinstofflichen Körper, verbunden durch die Chakren, Nadis (Energiemeridiane) und die Sushumna (Zentrales Nervensystem in der feinstofflichen Wirbelsäule)  gehören auch in den Bereich der Körperlichkeit des Zeichens Stier. Die Beschäftigung mit unseren wahren Anlagen, die Sensibilisierung, die Möglichkeit der Energieanhebung und somit die Stärkung „übersinnlicher“ Fähigkeiten wird durch Uranus im Stier intensiviert.

Aber diese Fähigkeiten sollen letztendlich dazu dienen, auch unser Umfeld zu „energetisieren“, das alte Wissen erneut zu vermitteln und in das Vertrauen gegenüber der eigenen Körperlichkeit (Körperweisheit) und dem Leben zu gelangen. Die Voraussetzung dazu ist Beständigkeit und Stabilität des Einzelnen. Es Bedarf regelmäßiger Übung.

Stier ist ein Erdzeichen. Anwendbarkeit in der Materie wird hier verlangt. Eine Theorie in die Praxis umzusetzen. M.A. geht es im spirituellen Bereich um die Beständigkeit bspw. einer Meditationspraxis. Das regelmäßige Ausrichten und Einstimmen auf geistige Impulse. Das Üben in Geduld.

 

Aktuelle Energien:

Zum Zeitpunkt der neuen Energie im Wonne- oder Stiermonat Mai, befindet sich der Mond im Zeichen der Jungfrau auf 11°43´ (11. zunehmende Mondphase), die Sonne eben auf 0° Stier. Der AC ist auf 14°02´ Jungfrau und bildet gemeinsam mit der Mondkonjunktion einen Oppositionsaspekt zu Saturn in den Fischen, nahe des Deszendenten.

Die nächsten 32 Tage wird sich die Sonne in diesem Zeichen aufhalten; bzw. zeigt sich die Sonne aus irdischer Sicht in diesem Zeichen.

Der AC in der Jungfrau mit seinem klassischen Herrscher Merkur, auf 17° Widder (rückläufig) ist mit Venus in enger Konjunktion. Die Konstellation erinnert an unsere Vernunft (Jungfrau AC) , sowohl was den Umgang mit unserem Körper und allgemein unseren Ressourcen betrifft, aber auch der Hinweis, mit unseren Gedanken sanftmütig und liebevoll umzugehen. Natürlich zeigt sich eine Merkur/Venus-Konjunktion in unserem kommunikativen und schriftlichen Ausdruck, der sich aufgrund der Widderenergie durchsetzungsstark  und dennoch freundlich zeigen kann. Die Möglichkeit aus der Vergangenheit rührende Beziehungskonflikte mit der betreffenden Person aufzuarbeiten ist gegeben, weil bereits eine neue Sichtweise erlangt wurde.

 „Das Zeichen Jungfrau ist eines der ältesten Zeichen, insb. im Hinblick auf die bekannten Muttergottheiten (Eva, Isis, Maria). Sie stellen die unterschiedlichen Aspekte der Weiblichkeit oder der Psyche dar. Eva als Mentalaspekt des Denkens und der Neugierde (Verführung durch die Schlange am Baum der Erkenntnis) .

Lernen durch Versuch und Erfahrung. Isis als Symbol auf der astral-emotionalen Ebene.  Als Erd-, Vegetations,- Mutter-, Fruchtbarkeits-, Mond- und Himmelsgöttin regelte sie den gesamten Lebenskreislauf. Sie ist Gebieterin über die Elemente, der Magie und Heilkunst.

Maria als christliche Himmelsmutter gilt als Verschmelzung aller Göttinnen aus verschiedenen Kulturkreisen. Sie trug das Christuskind aus. So, dass ER in die Sichtbarkeit kam.“ (Auszug aus dem Buch: Die galaktische Dimension der Astrologie von Birgit Braun)

Bezugnehmend auf das Zeichen Stier, ist die kommende Zeit wichtig, um unser spirituelles Wissen und unser Christbewusstsein in den Ausdruck und das Leben zu bringen. Auf praktisch-sichtbare Weise, so dass die erhöhten Energien sich manifestieren und wir voneinander lernen können; auch interdisziplinär (fächerübergreifend).  

Buchtipp für die Praxis: Astrologie als lebendige Erfahrung von Petra Niehaus und Ingrid Werner. Ein Übungsbuch.

Saturn in den Fischen steht immer noch für das Ablösen von Ahnenkarma, aus dem wir uns Kraft unserer gegenwärtigen und anstrengend erarbeiteten Bewusstseinebene herauslösen dürfen, wenn wir gewisse Entwicklungen (Saturn Opposition Mond) durchlaufen haben und das Christuskind (Mond in der Jungfrau); sprich´ unser nun innewohnendes Seelenlicht dazu bereit ist.

Am 21.4.24, 04.26 Uhr findet dann die Jupiter/Uranuskonjunktion auf 21° im Stier statt;  mit einem Wassermann-AC (29°je nach Ort unterschiedlich) und zunächst einem Trigon zum Mond (tags zuvor) und schließlich exakt zu Lilith in der Jungfrau (22°).

Die Bilder, die ich bei dieser himmlischen Vereinigung der beiden Wohltäter Jupiter und Uranus bekomme, sind wahrlich erhebend.Eine Art Vereinigung von Himmel und Erde könnten wir erleben. Die nächste Konjunktion von Jupiter und Uranus kommt erst wieder im Jahr 2037. Diese findet dann im Zeichen Krebs statt.

Ich glaube, dass sich bis dahin neue Ebenen (Devaebenen) geöffnet haben, wo wir uns in einem größeren Geistesbewusstsein oder göttlichen Feld wieder finden. Dies ist auch der Zeitraum, wo sich Seelenpartner gemäß Verabredung endlich wieder finden und   sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Wissensgebieten treffen, sich ergänzen und vereinen, so dass plötzlich ganz andere Lösungen für Weltprobleme gefunden werden können. Synchronisation. Wenn plötzlich alles passt! Lichterscheinungen am Himmel nicht ausgeschlossen ;-)

 (Text: Silke Paul, Kontakt und astrologische Beratungen: info@cosmosophia.de) 

 

 

 

 

  

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 9 plus 3.